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Ein kleiner Jahresrückblick 2018

 In Allgemein

Lastenrad

48 Menschen wurden bis November im BSH aufgenommen. Das sind so viele wie selten. Das bedeutet auch 48 Auszüge. Nach den Gründen für die hohe Zahl werden wir suchen, es sind leider nicht überwiegend Umzüge in eigenen Wohnraum. Einzüge bedeuten Grundreinigungen der Apartments bzw. der Zimmer und oft auch Renovierungen. Auszüge bedeuten Möbeltransporte und –einkäufe oder das vorübergehende Einlagern. Viel Arbeit für die Kolleg*innen.

Ambulant statt stationär: Im August kam die große Umstellung. Der Kostenträger hatte seit längerem ein großes Interesse an einer Neufassung der vertraglichen Grundlage. Ziel war die Feststellung, dass die Arbeit auf Basis §§ 67 ff im Grundsatz ambulant erfolgt und nicht mehr stationär. Dabei konnte die Verbindung von Wohnen und Unterstützung gesichert werden – für uns eine wichtige Grundlage für die Gestaltung der Prozesse. Der Nutzungsvertrag musste dazu neu gefasst werden und erstmals wurden die Kosten der Unterkunft auf Basis der Betriebskostenverordnung errechnet – bislang galt ein Hamburger Durchschnittswert.

Landesrahmenvertrag: Mit dem Kostenträger und den Verbänden gibt es Gespräche dazu. Durch die Verlagerung der Eingliederungshilfe aus dem SGB XII in das SGB IX werden die bestehenden Regelungen im Landesrahmenvertrag überprüft und zum Teil neu gefasst. Ziel ist der 01.01.2020.

Job Center: Außerordentlich ärgerlich sind die Änderungen zur Erreichbarkeit. Mit der Einführung der elektronischen Akte verlängert sich der Postweg, weil alle Post zentral erfasst wird. Noch schlimmer ist das Ende der direkten telefonischen Erreichbarkeit. Was aus der Binnensicht der Verwaltung sinnvoll erscheinen mag führt bei unseren Klienten zu existenziellen Notlagen.

Partizipation: Uns beschäftigt sehr die Frage nach mehr Partizipation für und mit unseren Klienten. Das Thema ist groß, wir gehen in kleinen Schritten, aber beständig darauf zu. Wir haben zu zwei Fachtagungen unserer Bewohner eingeladen, uns zu begleiten. Vier Klienten haben das gemacht. Es ist gut und richtig, das zu machen. Wir werden das fortsetzen.

Die Ergebnisse der jährlichen Bewohnerbefragung zur Zufriedenheit wurden wieder ausgehängt. Außerdem wurde der Briefkasten für Lob, Kritik und Wünsche aufgehängt und von den Klienten in Betrieb genommen. Verstetigt hat sich in diesem Jahr die aktive Einbindung der Bewohner bei deren Umzug in eine von uns angemietete Wohnung.

Trauma, Tod und Trauer: Die Lebenslage unserer Klienten bringt uns immer wieder in die Nähe von Trauma, Tod und Trauer. Neben der Begleitung unserer Klienten geht es auch um die Selbstsorge. Wir haben uns dazu mit der Notfallseelsorge beraten und für uns geklärt, wie wir in guter Weise mit sehr belastenden, existenziellen Erlebnissen umgehen können. Die ersten Erfahrungen damit sind gut.

Transgender: Wir haben für Transgender-Menschen ein Angebot eingerichtet. Eine zwischenzeitlich frei gewordene Wohnung haben wir für diese Zielgruppe reserviert. Die Not dieser Menschen ist groß, insbesondere bei Wohnungs- oder Obdachlosigkeit. Inzwischen ist das Angebot bekannt und gut nachgefragt. Für uns bedeutet das im Alltag manche Änderung, wir lernen gemeinsam.

Ehrenamtliche Gruppen: Die „Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege“ AGfW hat zweimal zu Treffen von Haupt- und Ehrenamtlichen Akteuren der Hamburger Obdachlosenhilfe eingeladen. Diese Treffen dienen dem Kennenlernen und gegenseitigem Verstehen. Das Thema ist neu entstanden, weil sich inzwischen viele ehrenamtliche Gruppen in Hamburg um obdachlose Menschen kümmern. An Vorbereitung und Durchführung haben wir uns beteiligt.

Unsere Webseite ist neu aufgestellt worden.

Mobilität: Mit Hilfe unseres Trägers, des Ev.Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost, konnten wir ein Lastenrad anschaffen. Damit sollen die KFZ weniger benutzt und CO² eingespart werden, wir sind gespannt, wie das am Ende klappen wird.

Gäste: Last not least hatten wir bei der Weihnachtsfeier mit unseren Bewohnern drei Gäste: Xiaofei Ma (Sopran), Alexander von Oppenbach (Gitarre) und Dong Zhou (Geige) haben für uns fünf Stücke musiziert.

Und dann noch „Kleinkram“:

  • Im Juni musste die Telefonanlage erneuert werden für „voice over ip“.
  • Die Fenster in der Humboldtstraße mussten erneuert werden.
  • Die Brandmeldeanlage wurde erneuert.
  • Der Datenschutz mit IST-VO, DSGVO und DSG-EKD beschäftigt uns weiterhin.

Neben alldem haben wir unsere eigentliche Arbeit gemacht.

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